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40 Jahre Trewag AG: Schweizer Handwerk, das mitwächst

tobiasscheuber
vor 1 Tag
4 Min. Lesezeit


Vier Jahrzehnte modulare Raumtrennsysteme aus Effretikon

Räume verändern sich – Unternehmen wachsen, Teams reorganisieren sich, neue Bedürfnisse entstehen. Wer flexibel auf den Markt reagieren will, darf nicht in starren Strukturen denken. Moderne Arbeitswelten verlangen nach Wänden, die sich dynamisch anpassen und mitdenken. Genau das ist seit vier Jahrzehnten die Kernkompetenz der Trewag AG aus Effretikon: Im Jahr 2026 feiert das Unternehmen sein 40-jähriges Bestehen – ein runder Meilenstein, der den idealen Anlass bietet, um auf eine Erfolgsgeschichte zurückzublicken, deren Wurzeln sogar noch deutlich tiefer in der Schweizer Baugeschichte verankert sind, als es die Jubiläumszahl vermuten lässt.


Wurzeln, die bis ins Jahr 1927 zurückreichen

Die historische DNA der heutigen Trewag AG beginnt bereits lange vor der offiziellen Firmengründung im Jahr 1986. Die Geschichte nimmt ihren Anfang mit der Gründung der traditionsreichen Blättler AG im Jahr 1927. Ein wegweisender Meilenstein glückte dem Betrieb bereits im Jahr 1953: An bester und prominentester Adresse – in einem exklusiven Uhrengeschäft am Zürcher Paradeplatz – entstand die allererste Referenz für versetzbare Elementwände. Was heute in modernen Bürokomplexen als Standard gilt, war damals eine echte, bahnbrechende Innovation im Schweizer Bauwesen.

Im Jahr 1986 folgte schliesslich der strategische Schritt in die absolute Spezialisierung: Die Trewag AG wurde erfolgreich aus der Blättler AG herausgelöst. Von diesem Moment an konzentrierte sich das eigenständige Unternehmen voll und ganz auf die Entwicklung, die präzise Herstellung und die fachgerechte Montage von hochwertigen Elementtrennwänden. Aus dieser konsequenten Fokussierung ist über die vergangenen vier Jahrzehnte hinweg ein moderner Betrieb gewachsen, der heute schweizweit zu den etablierten und führenden Anbietern modularer Raumtrennsysteme zählt. Die Erfolgsbilanz spricht für sich: Weit über 1'000 erfolgreich realisierte Grossprojekte und namhafte Referenzen bei renommierten Kunden wie PostFinance, Roche, BMW, Porsche, der ETH Zürich oder Halba untermauern das Vertrauen der Schweizer Wirtschaft in die Systeme aus Effretikon.


Alles aus einer Hand: Qualität ohne Sublieferanten-Risiko

In Zeiten globalisierter Lieferketten und zunehmender Schnittstellenprobleme auf dem Bau setzt Trewag ganz bewusst auf ein anderes, bewährtes Modell: die lückenlose Eigenfertigung. Auf einer Produktionsfläche von rund 1'400 Quadratmetern am Standort Effretikon entstehen sämtliche Systemelemente in echter Eigenproduktion. Der Prozess reicht dabei von der ersten CAD-Planung im eigenen Technikerbüro über die CNC-gesteuerte Fertigung bis hin zur schlüsselfertigen Montage vor Ort. Für Architekten, Generalunternehmer und Bauherren bedeutet dies ein Höchstmass an Termintreue und Planungssicherheit – ganz ohne das typische Risiko von Sublieferanten.

Ein besonderes Qualitätsmerkmal der Manufaktur verbirgt sich im Detail der Glasverarbeitung: Jedes einzelne Glaselement wird in der eigenen Werkstatt maschinell intensiv gewaschen und unmittelbar im Anschluss staubfrei versiegelt. Diese kompromisslose Sorgfalt garantiert den Kunden eine dauerhaft klare Sicht. Da der aggressive und feine Baustellenstaub gar nicht erst die Chance hat, zwischen die Scheiben zu gelangen, bleibt die Optik makellos. Es ist ein Qualitätsversprechen, das seinen wahren Wert oft erst nach vielen Jahren im täglichen Einsatz zeigt – genau dann, wenn minderwertige Alternativsysteme längst blind oder angelaufen sind.


Das hauseigene Achsensystem als technologisches Herzstück

Der technologische Kern der Trewag-Philosophie basiert auf einem klugen, hauseigenen Achsen- und Klemmschienensystem. Die grösste Besonderheit dieses Systems liegt in der komplett bohrfreien Montage: Die verschiedenen Türen-, Glas- oder Vollelemente werden nicht aufwendig verschraubt, sondern einfach und sicher in das Profil eingeklemmt.

 

Diese Innovation bringt in der Praxis handfeste wirtschaftliche und ökologische Vorteile mit sich.

  • Enorme Zeitersparnis: Die Montagezeit verkürzt sich im direkten Vergleich zu herkömmlichen, starr verschraubten Systemen um mindestens 50 Prozent. Das reduziert die Ausfallzeiten und den Lärm auf den Baustellen drastisch.


  • Gelebte Nachhaltigkeit: Durch das clevere Klemmprinzip lassen sich einzelne Wandelemente jederzeit absolut rückstands- und beschädigungsfrei demontieren, flexibel anpassen und an einem komplett anderen Ort wieder aufbauen.

 

Für das Team der Trewag AG ist dies weit mehr als nur ein cleveres technisches Detail. Es ist die konsequente, praktische Umsetzung des Prinzips „Re-use“, welches im Unternehmen nicht erst seit dem aktuellen Nachhaltigkeitstrend, sondern bereits seit Jahrzehnten gelebt wird. Wände werden hier nicht als starres, finales Endprodukt verstanden, sondern als ein modulares, lebendiges System, das mühelos mit den realen Bedürfnissen seiner Nutzer mitwächst.


Vier etablierte Systeme für jede architektonische Anforderung

Das heutige Produktportfolio von Trewag deckt nahezu jede denkbare Anforderung an eine moderne, anspruchsvolle Innenraumgestaltung im gewerblichen, öffentlichen und industriellen Bereich ab:


  • Ganzglassystem T01: Dieses System sorgt für maximale optische Transparenz, optimalen Lichteinfall und eine offene, grosszügige Raumästhetik im modernen Büroalltag.


  • Bürotrennwand T03: Die doppelverglaste Systemwand verbindet zeitlose Ästhetik perfekt mit einem hervorragenden, wirksamen Schallschutz für ungestörtes Arbeiten.


  • Industriesystem Classic: Ein echtes Kraftpaket für extreme Anforderungen. Konzipiert für beeindruckende Wandhöhen von bis zu 8 Metern und Schalldämmwerte bis zu 45 dB, findet es seinen idealen Einsatz in rauen Produktionsstätten, Lagerzonen oder Laboren.


  • Raum-in-Raum-Meetingboxen: Diese autarken, flexiblen Einheiten lassen sich komplett unabhängig von der bestehenden Gebäudestruktur in Grossraumbüros oder Hallen integrieren und bieten Rückzugsorte für Meetings oder Fokusarbeit.


Ob Banken, Pharmaunternehmen, renommierte Hochschulen oder hochspezialisierte Produktionsbetriebe – das breite Kundenspektrum zeigt eindrücklich, wie vielseitig und anpassungsfähig die Systeme in der Praxis sind.


Ein Blick nach vorn: 40 Jahre – und kein bisschen leise

Auch vier Jahrzehnte nach der offiziellen Firmengründung ist und bleibt die Trewag AG im Kern genau das, was sie von Beginn an ausgezeichnet hat: ein inhabergeführtes Schweizer Unternehmen, das moderne Raumgestaltung als echtes, ehrliches Handwerk versteht und dieses Tag für Tag in der eigenen Manufaktur in Effretikon in konsequenter Eigenregie umsetzt.

„Was uns nach 40 Jahren am meisten stolz macht, ist nicht nur die reine Zahl der Jahre. Sondern vielmehr die Tatsache, dass unsere allerersten Elementwände aus den 1950er-Jahren heute theoretisch noch immer problemlos im Einsatz sein könnten, wenn man sie denn stehen liesse. Das beweist eindrücklich, wie nachhaltig, langlebig und zukunftssicher unser System von der allerersten Skizze an gedacht war.“– Tobias Scheuber, Geschäftsführer Trewag AG

Das runde Firmenjubiläum im Jahr 2026 ist für das gesamte Trewag-Team ein wunderbarer Anlass zur feierlichen Rückschau – vor allem aber ist es der Ansporn und die Motivation, die kommenden Jahrzehnte mit exakt derselben Schweizer Sorgfalt, Innovationskraft und Qualitätsleidenschaft anzugehen. Architektinnen, Generalunternehmer sowie Bauherren, die ihre Räume neu denken, flexibler gestalten oder akustisch optimieren wollen, sind in der Manufaktur und Ausstellung in Effretikon jederzeit herzlich willkommen, um die Systeme hautnah zu erleben.


Dieser Text ist im Magazin BaselWirtschaft Ausgabe Nr. 2 / 2026 erschienen: https://issuu.com/prestigemedia/docs/baselwirtschaft_02-2026/112


 
 
 

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